Individuelle Gesundheitsleistungen

Ozontherapie

Hyperbare oder normobare Ozontherapie?

Die normobare Behandlungsmethode ist eher in die Anfänge der Ozontherapie einzustufen - erst bei der hyperbaren Methode können medizinisch relevante Ozonkonzentrationen in den Blutkreislauf eingeschleust werden.
Darüber hinaus favorisieren Ärzte die hyperbare Ozontherapie aufgrund der Effektivität - für die große Eigenblutbehandlung wird beispielsweise mit ca. 15 Minuten nur etwa die Hälfte der Zeit in Anspruch genommen, die eine normobare Behandlung dauern würde.

Vorteile der hyperbaren Behandlungsmethode
  • hyperbare Geräte enthalten mehrere unabhängig voneinander arbeitende Sicherheitssysteme
  • hyperbare Geräte arbeiten mit einem geschlossenen System, dadurch keine Kontaminationsgefahr wie bei normobaren Verfahren (s. Hepatitisfälle durch normobare Therapie).
  • Die hyperbare Anwendung erreicht einen wesentlich höheren Sauerstoffpartialdruck in der Plasmaflasche.
  • Die hyperbare Anwendung erreicht ein höheres Redoxpotential unter gleichen Bedingungen.
  • Die hyperbare Anwendung erreicht eine erheblich verbesserte O2-Sättigung im Arterienblut bei gleichzeitig verbesserter Sauerstoffabgabe ans Gewebe.
  • Während ein unmittelbarer Zusammenhang zwischen steigendem Sauerstoffpartialdruck in den Erythrozyten und einem entsprechend höheren Redoxpotenzial besteht, lässt sich diese oder eine ähnliche Relation jedoch für reines Blutplasma nicht nachweisen.
  • Druckunterstützte Systeme sind für die Blutbestandteile bei der Blutabnahme wesentlich schonender, weil das Abnahmevakuum steuerbar ist. Normobar ist man auf das Flaschenvakuum angewiesen, d.h. anfänglich hohes Flaschenvakuum bedeutet hohe Beschleunigung des Patientenblutes bei der Abnahme, somit hohe Aufprallenergie der festen Blutbestandteile auf den Filter des Transfusionsbesteckes mit vielfacher Zerstörung dieser Teile (Hämolyse).
  • Schwerkraftsysteme (normobar) sind auf Blutvolumen von 50 - 80 ml angewiesen. Druckunterstützten Systemen steht z.B. ein Blutvolumen von 200 ml zur Verfügung. Das bedeutet bei einer benötigten Ozonmenge von 3000 Mikrogramm bei 50 ml Blut = 60 Mikrogramm pro ml Blut (normobar) und 3000 Mikrogramm bei 200 ml Blut = 15 Mikrogramm pro ml Blut (hyperbar); es folgt eine wesentlich geringere Belastung des Patientenblutes bei effektiverer Behandlungsmenge und besserem Behandlungserfolg.
  • Zeit:
    80 ml Blut sind ca. 1.600 Tropfen, bei Retransfusionsgeschwindigkeit 90 Tropfen/Min. ergeben sich ca. 18 Minuten Blutrückgabe (normobar). 200 ml Blut brauchen bei Retransfusion mit physiologischem Druck 120 mm Hg ca. 6 - 8 Minuten. Die Zeitersparnis der Druckinfusion ergibt eine Entlastung des Patienten bei gleichzeitiger Effizienzerhöhung der Therapie.

Quelle: Wilfried Fallak MedizinTechnik