Allgemeinchirurgie
Venenchirurgie
- Was sind Krampfadern?
- Varizenoperation
- Komplikationen und Risiken bei der Varizenoperation
- Varizenverödung
- Komplikationen und Risiken bei der Varizenoperation
- Welche ist die geeigneteste Methode?
- Alternative Methoden
Varizenoperation
Die operative Entfernung von Krampfadern erfolgt abhängig vom Stadium der
Venenerkrankung. Der Eingriff erfolgt in der Regel in Vollnarkose oder bei isolierter Entfernung kleiner Seitenastvarizen auch in örtlicher Betäubung.
Je nach Ausprägung und Lokalisation der Varizen müssen die oberflächlichen Venen gestrippt, d. h. mit einer Sonde gezogen, über Hautschnitte entfernt oder unterbunden werden. Prinzipiell werden nur die geschädigten Venen entfernt. Bei leichter Erkrankung reicht dazu ein kleiner Schnitt an der Leiste aus. Ist die Erkrankung schon weiter vorangeschritten, müssen zusätzliche Schnitte an Kniekehle, Unterschenkel oder am Knöchel gesetzt werden um die Venen entfernen zu können. Abhängig vom Kaliber der Venenknoten sind selten größere Hautschnitte oder nur millimeterlange Stichinzisionen notwendig. Kurzverschlussverbindungen zwischen dem oberflächlichen und dem tiefen Venensystem, müssen gesondert aufgesucht und unterbunden werden. Die Entfernung der geschädigten oberflächlichen Venen bringt keine Nachteile für die Durchblutung des Beines.
Nach der Operation kann und soll der Patient möglichst viel Gehen oder im Sitzen die Beine hochlagern. Wichtig ist postoperativ die konsequente Kompressionstherapie, anfangs mit Kompressionsverbänden und später mit angepassten Kompressionstrümpfen. Über 7 bis 10 Tage postoperativ erfolgt in der Regel ein medikamentöses Thromboseschutz mit täglichen Fertigspritzen, die der Patient selbst applizieren kann. Das Nahtmaterial wird nach einer Woche entfernt. Die Nachbehandlung sollte vom Facharzt, bestenfalls vom Operateur selbst durchgeführt werden, da Komplikationen so früher erkannt und negative Behandlungsfolgen vermieden werden können.