Allgemeinchirurgie
Proktologie
Hämorrhoiden II
Die Behandlung richtet sich nach dem Ausmaß der Hämorrhoiden. Wenn es keine oder nur ganz selten geringe Beschwerden mach, muss ein Hämorrhoidalleiden nicht unbedingt therapiert werden.
Die Betroffenen sollten ihre Ernährung auf eine ballaststoffreiche Kost (Vollkornprodukte, Obst, Gemüse) umstellen und täglich mindestens zwei Liter trinken, weil das die Stuhlentleerung erleichtert. Pressen sollte unbedingt vermieden werden. Weitere ergänzende Maßnahmen sind körperliche Betätigung (zum Beispiel Spaziergänge, Joggen, Schwimmen) sowie eine Gewichtsreduktion hin zum Normalgewicht.
Ist die Haut im Analbereich gereizt, helfen Sitzbäder. Es sollte aber keine Seife zur Reinigung verwendet werden.
Bei bestehenden Hämorrhoiden kann der Arzt Salben oder Zäpfchen verschreiben, die das Jucken, Brennen und Nässen lindern. Diese Medikamente sind auch entzündungshemmend, so dass sich die Hämorrhoiden in seltenen Fällen unter dieser Behandlung zurückbilden. Diese Mittel darf man allerdings nur über einen kurzen Zeitraum anwenden.
Alternativ kann mithilfe eines so genannten Staplergerätes die Hämorrhoidalzone ausgestanzt werden (Oft sind weitere therapeutische Maßnahmen notwendig. Eine Möglichkeit, die Krankheit zu behandeln, besteht in der Verödung (Sklerosierung) der Hämorrhoiden durch das Einspritzen einer Lösung (meist Phenol-Mandelöl) an den Ursprung des Knotens. Dadurch wird der Blutfluss gedrosselt und der Hämorrhoidalknoten schrumpft. Diese Methode ist risiko- und schmerzarm.
Hämorrhoiden können auch mit einer Gummibandligatur entfernt werden. Dabei wird ein Gummiring über den Hämorrhoidalknoten gestülpt, das die Blutzufuhr abschnürt, - der Folge, dass die Hämorrhoide innerhalb weniger Tage abstirbt und mit dem Gummiring abgestoßen wird. Dieses Verfahren ist schmerzarm, das Fremdkörpergefühl kann jedoch unangenehm sein. In seltenen Fällen kann es in den ersten Tagen aus der Wunde stark bluten.
Bleiben diese Behandlungsverfahren erfolglos oder liegen größere Hämorrhoiden vor, ist eine Operation sinnvoll (Hämorrhoidektomie). Hierbei entfernt der Chirurg die Knoten mit der darüber liegenden Schleimhaut bindet und die Blutgefäße ab. Der Eingriff wird in der Regel in Vollnarkose durchgeführt. Neben einer selten vorkommenden Verletzung des Afterschließmuskels mit möglicher Beeinträchtigung der Rückhaltefunktion (Stuhlinkontinenz), Nachblutungen und einer Einengung des Analkanals, ist vor allem der Wundschmerz nach der Operation ein Nachteil dieser Methode. Man muss mit einer Arbeitsunfähigkeit von zwei bis drei Wochen rechnen. Nach der Operation sollten die Patienten mehrmals täglich Sitzbäder durchführen und den After nach jedem Stuhlgang vorsichtig abduschen. (Hämorrhoidopexie). Der Wundschmerz ist bei diesem Operationsverfahren deutlich geringer. Die Komplikationsrate entspricht der einer herkömmlichen Operation
Quelle: Wikipedia
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